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Aker:
Chthonischers Götterpaar, das Ein- und Ausgang der Unterwelt
bewacht.
Darst.: Zwei sich den Rücken zukehrende Löwen |
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Amset:
Eines der vier Horuskinder und Schutzgötter der Toten, die ihn vor
Hunger und Durst bewahren. Amset wacht über die Leber.
Darst.: Als Kanobendeckel menschenköpfig |
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Amun,
Amon oder Ammon:
"Der Verborgene": Ursprünglich ein Windgott der
Nilschiffer. Seit der 11. Dynastie als Schöpfergott. Hauptgottheit
von Theben und als Amun-Re zum Sonnengott erhoben. Er wird durch
Amenophis IV. - Echnaton vorübergehend vertrieben und durch Aton
ersetzt.
Darst.: Menschengestalt mit doppelter Federkrone, als Symbol
seiner Macht über Luft und Licht; gelegentlich auch als Widder oder
als Gans. |
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Anubis
oder Anup:
Uralter Totengott, Lokal- und Schutzgott des 12., 17. und 18.
oberägyptischen Gaues. Nach späterer Vorstellung ein Bruder des
Osiris oder von Osiris und Nephthys heimlich gezeugt, von seinen
Eltern ausgesetzt und von Isis aufgezogen. Anubis wies den
Verstorbenen den Weg ins Jenseits und wog ihre Herzen beim
Totengericht gegen die Ma'at in Gestalt einer Feder auf.
Darst.: als liegender, schwarzer Hund bzw. schakal- oder
hundsköpfig. |
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Anuket
oder Anukis:
Göttin des Kataraktgebietes, Gefährtin des Chnum.
Darst.: Weiße Krone mit zwei Gazellenhörnern. |
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Apis
oder Hapis:
Heiliger Stier von Memphis, als Sohn des Ptah, nach anderer
Vorstellung des Atum oder des Osiris, göttlich verehrt und mit
Osiris zu Osir-Hapi, dem Beherrscher der Unterwelt verschmolzen.
Darst.: geschmückter, schwarzer Stier mit dreieckigem
Stirnzeichen und Sonnenscheibe zwischen den Hörnern. |
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Aton
oder Aten:
Die in Ägypten stets vorhandene Vorstellung von einer
allumfassenden göttlichen Macht wurde unter Echnaton im Namen Aton
(Sonnenscheibe) zusammengefaßt, deren Strahlen in menschliche
Hände auslaufen - ein Bild des unmittelbaren Kontakts zwischen Gott
und Mensch.
Darst.: Sonnenscheibe mit Strahlenhänden |
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Atum
oder Chepri:
In der ägyptischen
Mythologie "der von selbst Entstandene", von dem alles
Existierende kommt, der Skarabäus als Urgott. Symbol für die
aufgehende Sonne. Der große, granitene Skarabäus am heiligen
Tempelsee von Karnak war Atum geweiht.
Darst.: mit Geierhaube auf dem Kopf |
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Bastet:
Ägyptische katzengestaltige Freudengöttin und Lokalgöttin der
Stadt Bubastis. Mutter des Miysis. Meist sanft, aber auch mit
gefährlichen Zügen.
Darst.: Katze, auch mit Jungen; katzenköpfig mit Löwen-
oder Katzenkopf auf dem Brustschild, an der Rechten ein Korb, in der
Linken das Sistrum. |
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Bes:
Schutzgott von Haus und Familie in Gestalt eines Gnoms mit
Löwenfratze; Urbild des griechischen Satyrs. |
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Chnum:
Als Schöpfergott formt er die Menschen und ihre Seele, das Ka, auf
seiner Töpferscheibe. Auch als 'Der Bildner, der belebt'
bezeichent.
Darst.: zuerst als Widder, dann als Mensch mit Widderkopf. |
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Chons:
Thebanischer Mondgott. 'Der Durchwandler' durchstreift den Himmel.
Chons ist das Gotteskind von Amun und Mut und steht in Verbindung
zum Falkengott Horus.
Darst.: junger, mumienförmiger Mann mit Mondsichel auf dem
Haupt. |
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Hapi:
Ägyptischer affengestaltiger Gott des Nils und der üppigen
Fruchtbarkeit. Schützer der Lunge der Toten. Sohn des Horus. Ein
fettleibiges Zwitterwesen. Wurde dem Norden zugeordnet. |
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Hathor:
Muttergötting in Kuhgestalt,
oft auch als Frau mit Kuhgehörn und Sonnenscheibe dargestellt, als
Emblem auch Frauengesicht mit Kuhohren. Vor allem in Dendera und
Theben verehrt. Sie galt als als Göttin der Liebe, des Tanzes und
der Musik. Ihr heiliges Tier ist die Kuh. Besonders von den Frauen
wurde sie als Schutzgöttin verehrt, da sie Ihnen bei der
Niederkunft Beistand leisten sollte. |
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Horus:
Horus war der Sohn von Isis und Osiris. Er rächte den Tod seines
Vaters, in dem er Seth im Zweikampf besiegt. Danach erhielt er von
den anderen Göttern die Herrschaft über die Erde zugesprochen. Die
Pharaonen sahen sich selbst als "irdischen Horus" -
Beschützer des Landes. |
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Isis:
Isis war die Schwestergemahlin Osiris und die Mutter von Horus. Sie
war Magierin und Heilerin. Meist wird sie als Mutter mit dem Kind
Horus auf dem Schoß dargestellt. Oft wie Hathor dargestellt,
daneben auch als Frau mit dem Thronsessel als Kopfputz, verkörpert
sie ganz allgemein den weiblichen Aspekt des Göttlichen. Überall
im Land verehrt, findet sie in der Römerzeit neben Osiris im ganzen
römischen Reich Verbreitung. |
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Ma'at:
Ma'at verkörpert die allen Dingen zugrundeliegende Ordnung der
Dinge. Sie ist die Nahrung des Re - beim Totengericht wird das Herz
des Verstorbenen gegen die Ma'at gewogen. Ihr Symbol ist die Feder. |
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Month:
Wurde lange Zeit als Königsgott verehrt. In der Schlacht schlägt
er mit dem Speer die Feinde seines Vater Re nieder. Ab der 11.
Dynastie wurde Month langsam durch Amun abgelöst.
Darst.: mit Falkenkopf, Federbusch und Sonnenscheibe. |
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Mut:
Gattin von Amun und Mutter von Chons. Nach Aufstieg von Amun zum
Sonnengott auch als 'Auge des Re' bezeichnet. Das Zeichen der
Löwengöttin ist das Sonnenauge. Urgottheit im alten Ägypten.
Darst.: in Gestalt einer Löwin mit Geisterhaube auf dem
Kopf, häufig in Verbindung mit der ägyptischen Doppelkrone. |
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Nut:
Gilt als Göttin der Gestirne von denen es heißt: 'Sie gehen ein in
ihren Mund und kommen wieder hervor aus ihrem Schoß'. Als Mutter
des Sonnengottes Re verschlingt sie diesen am Abend und gebiert ihn
allmorgendlich neu. Häufig zu finden auf Decken von Grabkammern.
Darst.: als Frau, die sich über die Erde beugt und mit den
Füßen den westlichen und mit den Händen den östlichen Horizont
berührt. |
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Osiris:
Osiris gilt als Fruchtbarkeitsgott, der von seinem Vater Geb die
Macht über die fruchtbare Erde erhalten hat. Sein Name bedeutet
"Sitz des Auges", was auch mit seinem Schriftzeichen
korrespondiert. |
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Ptah:
Anfangs als Gott des Handwerkes verehrt, galt er schon bald als der
Erfinder der Künste, der mit der Kraft des Wortes die Welt
erschaffen hat.
Darst.: der Stadtgott von Memphis wird als Mensch
dargestellt. |
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Re:
Er wurde als König der Götter betrachtet. Für die Ägypter war
die Sonne Mittelpunkt ihres Glaubens. Einzig die wärmenden Strahlen
der Sonne waren imstande die Dunkelheit der Nacht zu vertreiben. Da
jedes Leben nur im Licht existieren kann, sehen die Ägypter in den
Sonnenstrahlen eine göttliche Urkraft. Der Sonnengott Ra erscheint
meist in menschlicher Gestalt mit der Sonnenscheibe auf dem Kopf.
Man sagt im für jede Tageszeit eine andere Erscheinungsform nach.
Am Morgen erscheint er als wiedergeborener Gott in Gestalt eines
Skarabäus, Mittags nimmt er die Gestalt der Sonnenscheibe an und am
Abend verkörpert er den Gott Atum. In späterer Zeit verschmolz er
mit anderen Göttern, wie etwa Amun. So entstand Amun-Ra. |
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Selket:
Die Skorpiongöttin Selket gilt als Beschützerin des Lebens
"die, die Kehlen atmen läßt". Gemeinsam mit den
Göttinnen Neith, Isis und Nephtys hielt sie Totenwacht am Bett des
Osiris. Selket wurde vor allem zum Schutz gegen Skorpionbisse
angerufen. |
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Seth:
Der Widersacher seines Bruders Osiris, für dessen Ermordung er
selbst von Horus getötet wird. Als Verkörperung des Bösen kann er
in der Gestalt eines Nilpferds oder Krokodils dargestellt werden
(Horusmythos von Edfu!); oft auch Fabeltier mit langen Ohren und
rüsselartiger Schnauze. Er galt als Herr Oberägyptens, der Wüste
und des Auslandes. Durch seinen Mord an Osiris wurde er als
"böse" Gottheit angesehen. |
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Sobek:
Der Krokodilgott Sobek gilt als Gott des Wassers, sein Schweiss hat
den Nil hervorgebracht. Zusammen mit dem falkenköpfigen Haroeris
ist ihm der Doppeltempel zu Kom Ombo geweiht.
Darst.: als Mensch mit Krokodilkopf, den entweder die
Doppelkrone oder die Sonnenscheibe schmückt. |