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Götter

Über 500 Gottheiten kannten die alten Ägypter, und alle sind mit einer Vielzahl an Attributen ausgestattet. Durch die vielen Götter versuchten die Pharaonenkinder das Heilige zu personifizieren und anschaulich zu machen. Ab dem Neuen Reich kennen wir die Dreieinigkeit des ägyptischen Götterbildes, das Geist, Schöpfer und Körper beinhaltet.

" Alle Götter sind drei :
Verborgen ist Gott als Amun, Gott ist Re vor aller Augen, und Gottes Leib ist Ptah "
 

  Aker:
Chthonischers Götterpaar, das Ein- und Ausgang der Unterwelt bewacht.
Darst.: Zwei sich den Rücken zukehrende Löwen
  Amset:
Eines der vier Horuskinder und Schutzgötter der Toten, die ihn vor Hunger und Durst bewahren. Amset wacht über die Leber.
Darst.: Als Kanobendeckel menschenköpfig
Amun, Amon oder Ammon:
"Der Verborgene": Ursprünglich ein Windgott der Nilschiffer. Seit der 11. Dynastie als Schöpfergott. Hauptgottheit von Theben und als Amun-Re zum Sonnengott erhoben. Er wird durch Amenophis IV. - Echnaton vorübergehend vertrieben und durch Aton ersetzt.
Darst.: Menschengestalt mit doppelter Federkrone, als Symbol seiner Macht über Luft und Licht; gelegentlich auch als Widder oder als Gans. 
Anubis oder Anup:
Uralter Totengott, Lokal- und Schutzgott des 12., 17. und 18. oberägyptischen Gaues. Nach späterer Vorstellung ein Bruder des Osiris oder von Osiris und Nephthys heimlich gezeugt, von seinen Eltern ausgesetzt und von Isis aufgezogen. Anubis wies den Verstorbenen den Weg ins Jenseits und wog ihre Herzen beim Totengericht gegen die Ma'at in Gestalt einer Feder auf.
Darst.: als liegender, schwarzer Hund bzw. schakal- oder hundsköpfig.
  Anuket oder Anukis:
Göttin des Kataraktgebietes, Gefährtin des Chnum.
Darst.: Weiße Krone mit zwei Gazellenhörnern.
Apis oder Hapis:
Heiliger Stier von Memphis, als Sohn des Ptah, nach anderer Vorstellung des Atum oder des Osiris, göttlich verehrt und mit Osiris zu Osir-Hapi, dem Beherrscher der Unterwelt verschmolzen.
Darst.: geschmückter, schwarzer Stier mit dreieckigem Stirnzeichen und Sonnenscheibe zwischen den Hörnern.
  Aton oder Aten:
Die in Ägypten stets vorhandene Vorstellung von einer allumfassenden göttlichen Macht wurde unter Echnaton im Namen Aton (Sonnenscheibe) zusammengefaßt, deren Strahlen in menschliche Hände auslaufen - ein Bild des unmittelbaren Kontakts zwischen Gott und Mensch.
Darst.: Sonnenscheibe mit Strahlenhänden
Atum oder Chepri:
In der ägyptischen Mythologie "der von selbst Entstandene", von dem alles Existierende kommt, der Skarabäus als Urgott. Symbol für die aufgehende Sonne. Der große, granitene Skarabäus am heiligen Tempelsee von Karnak war Atum geweiht.
Darst.: mit Geierhaube auf dem Kopf
Bastet:
Ägyptische katzengestaltige Freudengöttin und Lokalgöttin der Stadt Bubastis. Mutter des Miysis. Meist sanft, aber auch mit gefährlichen Zügen.
Darst.: Katze, auch mit Jungen; katzenköpfig mit Löwen- oder Katzenkopf auf dem Brustschild, an der Rechten ein Korb, in der Linken das Sistrum.
Bes:
Schutzgott von Haus und Familie in Gestalt eines Gnoms mit Löwenfratze; Urbild des griechischen Satyrs. 
Chnum:
Als Schöpfergott formt er die Menschen und ihre Seele, das Ka, auf seiner Töpferscheibe. Auch als 'Der Bildner, der belebt' bezeichent.
Darst.: zuerst als Widder, dann als Mensch mit Widderkopf.
Chons:
Thebanischer Mondgott. 'Der Durchwandler' durchstreift den Himmel. Chons ist das Gotteskind von Amun und Mut und steht in Verbindung zum Falkengott Horus.
Darst.: junger, mumienförmiger Mann mit Mondsichel auf dem Haupt.
  Hapi:
Ägyptischer affengestaltiger Gott des Nils und der üppigen Fruchtbarkeit. Schützer der Lunge der Toten. Sohn des Horus. Ein fettleibiges Zwitterwesen. Wurde dem Norden zugeordnet.
Hathor:
Muttergötting in Kuhgestalt, oft auch als Frau mit Kuhgehörn und Sonnenscheibe dargestellt, als Emblem auch Frauengesicht mit Kuhohren. Vor allem in Dendera und Theben verehrt. Sie galt als als Göttin der Liebe, des Tanzes und der Musik. Ihr heiliges Tier ist die Kuh. Besonders von den Frauen wurde sie als Schutzgöttin verehrt, da sie Ihnen bei der Niederkunft Beistand leisten sollte.
Horus:
Horus war der Sohn von Isis und Osiris. Er rächte den Tod seines Vaters, in dem er Seth im Zweikampf besiegt. Danach erhielt er von den anderen Göttern die Herrschaft über die Erde zugesprochen. Die Pharaonen sahen sich selbst als "irdischen Horus" - Beschützer des Landes.
Isis:
Isis war die Schwestergemahlin Osiris und die Mutter von Horus. Sie war Magierin und Heilerin. Meist wird sie als Mutter mit dem Kind Horus auf dem Schoß dargestellt. Oft wie Hathor dargestellt, daneben auch als Frau mit dem Thronsessel als Kopfputz, verkörpert sie ganz allgemein den weiblichen Aspekt des Göttlichen. Überall im Land verehrt, findet sie in der Römerzeit neben Osiris im ganzen römischen Reich Verbreitung.
Ma'at:
Ma'at verkörpert die allen Dingen zugrundeliegende Ordnung der Dinge. Sie ist die Nahrung des Re - beim Totengericht wird das Herz des Verstorbenen gegen die Ma'at gewogen. Ihr Symbol ist die Feder.
Month:
Wurde lange Zeit als Königsgott verehrt. In der Schlacht schlägt er mit dem Speer die Feinde seines Vater Re nieder. Ab der 11. Dynastie wurde Month langsam durch Amun abgelöst.
Darst.: mit Falkenkopf, Federbusch und Sonnenscheibe.
Mut:
Gattin von Amun und Mutter von Chons. Nach Aufstieg von Amun zum Sonnengott auch als 'Auge des Re' bezeichnet. Das Zeichen der Löwengöttin ist das Sonnenauge. Urgottheit im alten Ägypten.
Darst.: in Gestalt einer Löwin mit Geisterhaube auf dem Kopf, häufig in Verbindung mit der ägyptischen Doppelkrone.
  Nut:
Gilt als Göttin der Gestirne von denen es heißt: 'Sie gehen ein in ihren Mund und kommen wieder hervor aus ihrem Schoß'. Als Mutter des Sonnengottes Re verschlingt sie diesen am Abend und gebiert ihn allmorgendlich neu. Häufig zu finden auf Decken von Grabkammern.
Darst.: als Frau, die sich über die Erde beugt und mit den Füßen den westlichen und mit den Händen den östlichen Horizont berührt.
Osiris:
Osiris gilt als Fruchtbarkeitsgott, der von seinem Vater Geb die Macht über die fruchtbare Erde erhalten hat. Sein Name bedeutet "Sitz des Auges", was auch mit seinem Schriftzeichen korrespondiert.
Ptah:
Anfangs als Gott des Handwerkes verehrt, galt er schon bald als der Erfinder der Künste, der mit der Kraft des Wortes die Welt erschaffen hat.
Darst.: der Stadtgott von Memphis wird als Mensch dargestellt. 
Re:
Er wurde als König der Götter betrachtet. Für die Ägypter war die Sonne Mittelpunkt ihres Glaubens. Einzig die wärmenden Strahlen der Sonne waren imstande die Dunkelheit der Nacht zu vertreiben. Da jedes Leben nur im Licht existieren kann, sehen die Ägypter in den Sonnenstrahlen eine göttliche Urkraft. Der Sonnengott Ra erscheint meist in menschlicher Gestalt mit der Sonnenscheibe auf dem Kopf. Man sagt im für jede Tageszeit eine andere Erscheinungsform nach. Am Morgen erscheint er als wiedergeborener Gott in Gestalt eines Skarabäus, Mittags nimmt er die Gestalt der Sonnenscheibe an und am Abend verkörpert er den Gott Atum. In späterer Zeit verschmolz er mit anderen Göttern, wie etwa Amun. So entstand Amun-Ra.
  Selket:
Die Skorpiongöttin Selket gilt als Beschützerin des Lebens "die, die Kehlen atmen läßt". Gemeinsam mit den Göttinnen Neith, Isis und Nephtys hielt sie Totenwacht am Bett des Osiris. Selket wurde vor allem zum Schutz gegen Skorpionbisse angerufen.
Seth:
Der Widersacher seines Bruders Osiris, für dessen Ermordung er selbst von Horus getötet wird. Als Verkörperung des Bösen kann er in der Gestalt eines Nilpferds oder Krokodils dargestellt werden (Horusmythos von Edfu!); oft auch Fabeltier mit langen Ohren und rüsselartiger Schnauze. Er galt als Herr Oberägyptens, der Wüste und des Auslandes. Durch seinen Mord an Osiris wurde er als "böse" Gottheit angesehen.
Sobek:
Der Krokodilgott Sobek gilt als Gott des Wassers, sein Schweiss hat den Nil hervorgebracht. Zusammen mit dem falkenköpfigen Haroeris ist ihm der Doppeltempel zu Kom Ombo geweiht.
Darst.: als Mensch mit Krokodilkopf, den entweder die Doppelkrone oder die Sonnenscheibe schmückt.

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