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ARGENTINIEN / CHILE  2010 - Feuerland


Verlauf der Magellan Straße und des Beagle Kanals 
 
Die Route der Expeditionsschiffes Mare Australis : Ushuaia - Kap Hoorn - Plüschow Gletscher - Chico Fjord - Isla Magdalena - Punta Arenas 
 

31.3., Tag 05: Ushuaia

Für das Kofferpacken hatten wir an diesem Tage reichlichst Zeit - erst um 10:30 wurden wir nach einem ausgiebigen Frühstück vom Hotel abgeholt und zur Reederei gebracht. Nach der Erledigung der Formalitäten / Einchecken wurde unser Gepäck entgegengenommen und mit Aufklebern (Zimmernummer) versehen. 

Danach hatten wir (leider) wieder Zeit zur freien Verfügung : da kein weiteres (offizielles Besichtigungs-) Programm vorgesehen war versuchten wir, ohne Hotelzimmer, das Handgepäck und die Fotoausrüstung schleppend, die letzten Geheimnisse von Ushuaia zu erkunden. 

Endlich um 17:00 Uhr trafen wir einander wieder beim Büro der Reederei und wurden zum Hafen gebracht, wo wir an Bord des Expeditionsschiffes Mare Australis gingen und unsere Kabinen bezogen. Danach wurden wir offiziell vom Kapitän und der Crew mit einem Welcome-Drink empfangen. 


auch die Pinguine machen sich auf den Weg ans "Ende der Welt"
  

das Expeditionsschiff Mare Australis im Hafen von Ushuaia 

Gleich darauf stach die Australis in See und wir begannen unsere Reise zum äußersten Ende unserer Erde. während wir die ersten Einweisungen zum Leben an Bord, den Gebrauch der Rettungswesten und zum Verhalten in den Zodiac- Booten (Schlauchbooten) bekamen und unser erstes feudales Abendessen an Bord genossen, ging es in einer Schleife im Beagle-Kanal ersteinmal in eine Warteposition vor Puerto Navarino, wo ohne unser Zutun die Einreiseformalitäten nach Chile durchgeführt wurden. Durch den Murray-Kanal führte der Weg in der Nacht weiter Richtung Süden.

01.4., Tag 06: Kap Hoorn - Wulaia Bucht

Noch in der Nacht erreichten wir den Kap Hoorn Nationalpark, wo wir nach Prüfung der Landebedingungen um etwa 07:30 mit den Zodiacs an Land auf die Insel Hornos gebracht wurden. Ein hölzerner Steig führte auf das Plateau und über weitere Holzstege gelangten wir zum berühmten Denkmal, welches zur Erinnerung an die vielen um Kap Hoorn gestrandeten Schiffe und ihre Besatzungen errichtet worden war. 


Denkmal für die gestrandeten Schiffe und umgekommenen Seeleute
  

Josef & Hannelore am "Ende der Welt"

Geschafft - wir waren am "ENDE DER WELT" angelangt ! Nur noch die - allerdings 2000 km breite - Drake Passage trennten uns von der Antarktis .... Der Himmel war nur leicht bedeckt, die Sonne blinzelte sogar einige Male durch die Wolken - ein Traumwetter für diese Gegend ... Herz, was willst du mehr ?

Kap Horn, auf der Insel Hornos gelegen, ist eine 425 m (1394 ft) hohe Steinformation, genau an der Stelle, wo sich der Atlantische und der Pazifische Ozean treffen. Dieser mystische Ort ist bekannt als "das Ende der Welt" und ein Besuch ist ein einzigartiges Privileg. Der Park wurde im Juni 2005 von der UNESCO zum Welt-Biosphären-Reservat ernannt.


Blick zurück auf die Insel Hornos 
  

Im Murray Kanal wurde das Wetter ein wenig schlechter

Zurück an Bord der Mare Australis gab es erst einmal ein ausgiebiges Frühstück. Danach wurde der Dokumentarfilm "The Shackleton's Adventure" vorgeführt und nach dem Mittagessen ein Vortrag über "Darvin in Patagonien" abgehalten.

Um 16:30 erfolge bei trübem und regnerischem Wetter der Landgang in der historischen Wulaia Bucht, welche einst die grösste Siedlung von Einheimischen in dieser Region war. Die Gegend ist außerdem bekannt für ihre unglaublich schönen Reichtümer an Vegetation und Geographie. Wir unternahmen einen kleinen Spaziergang durch den Magellan-Wald mit den Lengo, Coigüe, Conelos Bäumen, Famen und andere für diese Region typische Flora bis wir einen feinen Aussichtspunkt erreichten. Nachdem wir die Aussicht ausgiebig genossen hatten, arbeiteten wir uns noch bis zu einem Biberdamm vor - und bekamen nach längerer Wartezeit auch tatsächlich einen zu sehen ... !


saftig grüne Landschaft in der Wulaia Bucht
  

leichter Regen begleitete uns beim Aufstieg zum Aussichtspunkt

Bei einbrechender Dunkelheit fuhren wir zurück durch den Muray-Kanal, vorbei am Lichtermeer von Ushuaia und durch die "Straße der Gletscher" weiter im Beagle-Kanal in Richtung Westen. Beim Dokumentarfilm "March of the Pinguins" konnten wir uns schon seelisch auf die Ereignisse des übernächsten Tages einstimmen .... 

02.04., Tag 07: Günther Plüschow Gletscher

Bei traumhaft schönem Wetter fuhren wir am Vormittag durch die verwinkelten Fjorde der Westküste Feuerlands : durch den Cockburn-Kanal gelangten wir in den Alacalufe-Fjord, an dessen Ende sich der beeindruckende Günther-Plüschow- Gletscher - benannt nach dem Piloten, welcher als erster Mensch diese Region überflog - erstreckt. 


Bergspitzen im Licht der aufgehenden Sonne
  

unterwegs im Cockburn Kanal

faszinierende Eislandschaft
  

immer neue Eisformationen tauchen auf ...

Einfahrt in den Alacalufe-Fjord
  

wir nähern uns dem Plüschow Gletscher

blau spiegelndes Gletschereis im hellen Sonnenlicht 
  

der Plüschow Gletscher

Mit Zodiacs ging es dann in den Chico-Fjord, wo wir den Nene-Gletscher betrachten und dem majestätischen Piloto- Gletscher aus nächster Nähe beim "Kalben" zusehen durften. - ein wirklich wunderbares Erlebnis !

Bei einbrechender Dunkelheit verließen wir den Fjord und nahmen an der Verlosung des "Jack", der Fagge am Bug des Schiffes, sowie der Versteigerung der auf der Fahrt nach Kap Hoorn verwendeten Seekarte teil. An der anschließenden Karaoke-Show beteiligten sich bei bester Stimmung sogar auch Leute aus unserer Gruppe ... :-))


die Eismassen des Plüschow Gletschers reichen bis ins Wasser
  

Einfahrt in den Chico Sound (Fjord)

der Nena Gletscher ist in Sicht
  

die Eismassen des Piloto Gletschers

bizarre Eisgebilde ...
  

ein herrlicher Tag geht zu Ende ... 

03.04., Tag 08: Insel Magdalena - Punta Arenas

Um 03:00 Uhr Früh schon konnten wir die Lichter von Punta Arenas im Westen erkennen - aber unsere Reise führte zuerst zur Insel Magdalena, an der wir kurz nach 07:00 Uhr ankamen. Mit den Zodiacs ging es wieder an Land. 

Und da waren sie : tausende Magellan-Pinguine duckten sich in ihre Höhlen, führten heftige "Diskussionen", betrachteten neugierig die vielen "Neuankömmlinge" oder watschelten in Reih und Glied an den steinigen Strand um ein angenehmes Bad zu nehmen ...

Aus Zeitgründen (eintretende Ebbe) konnten wir zwar nicht bis zum Leuchtturm vordringen, aber wir hatten wie mit dem Wetter auf unserer bisherigen Reise wieder einmal Glück - die Pinguine verlassen nämlich im April die Insel Magdalena und wir hätten ersatzweise auf die Insel Marto fahren müssen um dort die Seelöwen zu besuchen.


... ein bisserl unentschlossen - oder ? 
  

die Mare Australis vor der Insel Magdalena

tausende Magellan Pinguine bevölkern die Insel Magdalena
  

Bruthöhlen der Pinguine

Anschließend setzten wir die Fahrt nach Punta Arenas fort, wo wir kurz vor Mittag eintrafen. Neugierig betrachteten wir das flinke Ausladen der Koffer vom Schiff in Transportfahrzeuge. Nach der Zollkontrolle empfing uns der Vertreter der örtlichen Reiseagentur. Bei trübem Wetter und sogar fallweise leichtem Regen wurden wir in einen viel zu kleinen Minibus gepfercht und ohne Umwege ins saubere Hotel Rey Don Felipe gebracht. Die spärlich in schlechtem Deutsch gebrachten Ausführungen des "Reiseleiters" konnten aufgrund der miserablen Audioanlage im Bus überhaupt nicht verstanden werden. Da trotz Nachfrage beim "Reiseleiter" kein weiteres Programm für diesen Tag vorgesehen war, erforschten wir eben Punta Arenas den ganzen verregneten Nachmittag lang auf eigene Faust - so auch den Cento de la Cruz (Hügel des Kreuzes) mit dem schönen Blick über die Stadt - und gingen früh ins Bett um für den nächsten Tag gerüstet zu sein.


Punta Arenas
  

bemaltes Haus in der Hafengegend

Kormorane belagern einen verfallenen Pier
  

Spaziergang durch Punta Arenas

Spaziergang durch Punta Arenas
  

Spaziergang durch Punta Arenas
 
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